Wie das neue EuGH-Urteil
freie Werkstätten stärkt!

Der Europäische Gerichtshof setzt mit seinem Urteil ein klares Zeichen für mehr Wettbewerb und Transparenz. ​

Ein bedeutender Schritt für freie Werkstätten und Ersatzteilhändler

Eigentlich sind die Rechte des Reparatursektors, im Hinblick auf Fahrzeuginformationen, schon seit 2018 klar geregelt: Reparatur- und Wartungsinformationen müssen leicht zugänglich, maschinenlesbar und elektronisch verarbeitbar sein.  

Doch die Realität funktioniert eher schlecht als recht. Fahrzeughersteller erschweren freien Werkstätten immer wieder den Umgang und die Verarbeitung wichtiger Informationen sowie den Zugang zur Fahrzeugidentifikationsnummer (VIN), das Argument: Datenschutz.

Das EuGH-Urteil definiert den Markt neu

Bei der Suche und Identifikation von KFZ-Teilen ist jede Werkstätte gleichermaßen auf die VIN angewiesen, ohne den Zugang ist von einem freien Wettbewerb nicht zu sprechen. Der EuGH hat nun die Problematik erkannt und fällt ein klares Urteil:

  1. Fahrzeughersteller müssen den Zugang zu sämtlichen Fahrzeugreparatur- und -wartungsinformationen ermöglichen.
  2. Die Fahrzeugdaten sollen für die unmittelbare elektronische Weiterverarbeitung geeignet sein!
  3. Fahrzeughersteller sind dazu verpflichtet, eine Datenbank zu erstellen, die Informationen über ersetzte Teile enthält und die Suche anhand von Fahrzeug-Identifizierungsnummern sowie weiteren Merkmalen ermöglicht.

Das EuGH-Urteil markiert einen Meilenstein für freie Werkstätten und Ersatzteilhändler, indem es den Zugang zu Fahrzeugreparatur- und -wartungsinformationen erleichtert und die Verarbeitung der Daten für eine effiziente Nutzung ermöglicht. Das schafft neue Chancen für den Wettbewerb, erhöht die Transparenz und stärkt die Position am Autoteilemarkt.